Chronik der ehemaligen Gemeinde Flensburg-Mürwik  1945 - 2019

Im Jahre 2019 besuchten die Geschwister der Gemeinde von Juli bis einschließlich September die Gottesdienste in der Gemeinde Flensburg, weil u.a. ein „Brüder-Engpass“ durch die Erkrankung der Diakone Uwe Albert und Kai Brode entstanden war.

Die weitere Entwicklung deutete darauf hin, dass die Gemeinde Mürwik nicht mehr bestehen und in die Gemeinde Flensburg „überführt“ wird.

Schon in früheren Jahren ( 1954 bis 1986) besuchten die Geschwister die Sonntagsgottesdienste in Flensburg (mit Sonntagsschule, Jugendstunden etc), wodurch eine enge Beziehung zwischen den Geschwistern entstanden ist, die im Grunde bis heute andauert.

Am   29.9.2019 wurde durch Apostel U.Falk das Kirchengebäude der Gemeinde Mürwik, Fördestraße 51, in einem besonderen Gottesdienst „entwidmet“, d.h. ab diesem Tag wird das Gebäude nicht mehr für kirchliche Zwecke wie Gottesdienste, Trauerfeiern oder Seniorentreffen genutzt.

Die Gemeinde Mürwik wird mit der Gemeinde Flensburg „zusammengeführt“ – damit endet auch die Geschichte der Gemeinde Mürwik, die von 1954 bis 2019, also 65 Jahre existierte.

In diesem besonderen Gottesdienst wurden die Diakone Uwe und Gerd Albert in den Ruhestand versetzt.

Vorsteher der Flensburger Gemeinde, zu der ab jetzt auch die Glaubensgeschwister der Gemeinde Mürwik gehören, bleibt Priester Poggemöller – der bisherige Vorsteher von Mürwik, Priester Hans-Werner Täge, übt von nun an sein Priesteramt in der Gemeinde Flensburg aus. Er wurde dazu im Jahr 2000 für die Gemeinde Flensburg bestätigt.

1945 -1954

Bevor Mürwik 1954 eine eigenständige Gemeinde wurde, gehörten die Geschwister, die im Bereich Mürwik wohnten, zur Gemeinde Flensburg-Mitte. Dort hatte sich seit der Gründung im Jahre 1899 eine stattliche Gemeinde entwickelt. Ab 1932 fanden die Gottesdienste in einer umgebauten Werkstatt in der Duburger Straße 15 statt.

Nach dem Ende des 2.Weltkrieges wuchs die Zahl der Gemeindemitglieder in Flensburg sehr stark an, da viele Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten (Ost-und Westpreußen, Pommern und Schlesien) hier eine neue Heimat suchten. Zum Teil wohnten sie in den Flüchtlingslagern wie Lager Kielseng,  Heinz-Krey-Lager (heute shz-Zentrum - Flensburger Tageblatt an der Fördestraße), am Stadion und im Mützelburg-Lager.

Damit die ca. 170 in Mürwik wohnenden Geschwister kürzere Wege zum Gottesdienst hatten, wurde 1949 die Zweiggemeinde Flensburg-Ost eingerichtet, die in der Goethe-Schule unterkam.